Weniger bizarr und vollkommen unlustig ist die Reaktion saudi-arabischer Glaubenswächter auf drei Tweets, die ein 23 jähriger Mann aus Saudi Arabien postete. Der Journalist Hamsa Kaschgari veröffentlichte vor einigen Tagen ein fiktives Gespräch zwischen ihm und dem Propheten Mohammed, in dem er laut einem Eintrag auf wikipedia erklärte: “An deinem Geburtstag werde ich sagen, dass ich den Revolutionär in dir liebte, der mich immer inspirierte. Aber ich mag den Heiligenschein nicht. Ich bete dich nicht an.” (siehe auch spiegel.de: facebook-Hatz auf Blogger)
Eine eigens eingerichtete Facebookgruppe mit derzeit 26.057 Mitgliedern ruft unterdessen zur Bestrafung des Mannes auf und lässt offenbar keinen Zweifel daran, dass dieses Verbrechen nur mit dem Tod gesühnt werden kann. (Da ich weder arabsich lesen noch sprechen kann, kann ich das nicht beurteilen, aber vielleicht können das andere hier bestätigen oder dementieren.)
Hamsa Kaschgari selbst, wollte sich, nachdem er bemerkt hatte, welche Auswirkungen seine Postings hatten, nach Neuseeland absetzen. Bei einem Zwischenstop in Malaysia wurde wurde er aber von den malayischen Behörden festgenommen und an Saudi Arabien ausgeliefert, wo mittlerweile ein Haftbefehl gegen ihn vorlag. Dort erwaret ihn tatsächlich die Todesstrafe.
Ein ungleiches Rennen bislang. Die ebenfalls eingerichtete Save Hamza Kashgari FB-Seite hat nämlich nur 6.420 Mitglieder.
In diesem Sinne. Aufstehen!
Ist mal was anderes, als deutsche Rapper aus ihren Vertragsfesseln zu befreien.