Ich habe ja schon seit längerem die Vermutung, dass sich die diversen Götter am allerliebsten mit unwichtigem Quatsch beschäftigen. Zum Beispiel mit der Frage, wer wann, was essen darf.
Da sitzt also so ein Gott herum und immer Freitags, wenn dann die diversen Gläubigen zum Fleischtopf greifen, werden diverse Mitarbeiter vom Ordnungsamt Pankow ausgesandt, um die Sünder zu notieren. Das Ganze schreibt dann unser Gott fein säuberlich in sein goldenes Buch und am Ende dann wird abgerechnet - aber so richtig.
Genauso achten andere Götter darauf, ob man für Milch und Fleisch unterschiedliches Kochgeschirr benutzt hat – wehe wenn nicht – oder wenn in der Putensalami doch noch Schweinefleisch drin war - ganz schlimm.
Nun kommen aber noch ein paar Aufgaben dazu, zumindest für Allah. Das türkische Religionsamt, oberste Instanz für die muslimischen Gläubigen der Türkei, verkündete kürzlich, dass Allah selbst Verkehrssünder zur Rechenschaft ziehen wird. Das berichten zumindest türkische Medien.
Gemeint ist allerdings nicht, der gemeine Rotgänger, der die rote Ampel missachtet, sondern eher die Tatsache, dass 90% aller tödlichen Verkehrsunfälle in der Türkei eine Folge der Missachtung der Straßenverkehrsordnung sind.
Hier sagt der Vorsitzende Rasit Klein, dass man sich für diese Fahrlässigkeiten mit Todesfolge im Jenseits rechtfertigen wird müssen, selbst wenn man hier auf Erden dafür gar nicht belangt wurde.
Vollkommen zurecht. Fragen von Leben und Tod gehören wahrscheinlich tatsächlich in den Zuständigkeitsbereich von Gottheiten. Ganz im Gegensatz zu Ernährungsfragen.
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